Aktueller Stand 2/2020 der Anforderungen an eine ordnungsgemäße Kassenführung

Elektronisches Kassensystem mit Manipulationsschutz
Elektronisches Kassensystem und die digitalen Aufzeichnungen sind bis zum 30.09.2020 durch eine zertifizierte Sicherheitseinrichtung (TSE) vor Manipulationen zu schützen. Diese TSE besteht aus einem Sicherheitsmodul und einer einheitlichen digitalen Schnittstelle.

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Belegausgabepflicht
Ab dem 1.1.2020 besteht die Belegausgabepflicht. Jedem Kunden ist in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang ein Beleg zur Verfügung zu stellen. Mit Zustimmung des Belegempfängers kann der Beleg in einem digitalen Dateiformat wir jpg, png oder pdf erstellt werden.

Einzelaufzeichnungspflicht
Die Einzelaufzeichnungspflicht erfordert die Aufzeichnung der Betriebseinnahmen, Betriebsausgaben, Einlagen und Entnahmen. Es ist nicht nur die in Geld bestehende Leistung, sondern auch der Inhalt des Geschäftes und der Name des Kunden aufzuzeichnen.

Zählprotokoll
Es ist täglich ein Zählprotokoll zu erstellen. Darin ist die Zusammensetzung des Tageskassenendbestandes in Scheinen und Münzen festzuhalten.

Verfahrensdokumentation
Für elektronische Kassensysteme muss eine übersichtlich gegliederte Verfahrensdokumentation vorhanden sein aus der Inhalt, Aufbau, Ablauf und Ergebnisse des Datenverarbeitungsverfahrens vollständig und schlüssig ersichtlich sind.

 

Herausforderungen Kasse 2020
In der TOP HAIR Business Zeitschrift 2/2020 ist ein sehr guter Artikel zu den aktuellen Kassenanforderungen erschienen.
Herausforderungen Kasse 2020 
 

 

Unangekündigte Kassennachschau ab 1.1.2018 ... Rechte und Pflichten
Unangekündigte Kassennachschau ... Rechte und Pflichten

 

Verfahrensdokumentation ... wichtiger formeller Bestandteil der Kassenführung
Die Verfahrensdokumentation ist ein wichtiger formeller Bestandteil der Kassenführung. Bei aktuellen Betriebsprüfungen mussten diese dem Betriebsprüfer vorgelegt werden.

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Über die Links gelangt man zu einer Musterverfahrensdokumentation (ohne Anspruch auf Gewähr) und einer beispielhaft ausgefüllten Musterverfahrensdokumentation (ohne Anspruch auf Gewähr) ...
Verfahrensdokumentation (ohne Anspruch auf Gewähr)  
Verfahrensdokumentation (beispielhaft ausgefüllt ... ohne Anspruch auf Gewähr)  

 

Gutscheine
Eine EU-Richtlinie soll zur Harmonisierung der unsatzsteuerlichen Behandlung von Gutscheinen zum 1.1.2019 im gesamten europäischen Raum beitragen.

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Einzweckgutschein
Der Einzweck-Gutschein ist in § 3 Abs. 14 UStG definiert als ein Gutschein, bei dem sowohl der Ort der Leistung (Deutschland) als auch die für die Leistung (grundsätzlich Dienstleistungen und Produktverkauf) geschuldete Steuer im Zeitpunkt der Ausstellung des Gutscheins feststehen. Ein Einzweck-Gutschein ist folglich dadurch charakterisiert, dass bereits im Zeitpunkt der Ausstellung des Gutscheins sämtliche Informationen vorliegen, die für die umsatzsteuerrechtliche Behandlung der hinter dem Gutschein stehenden Leistung erforderlich sind.


Mehrzweckgutschein
Der Mehrzweck-Gutschein ist demgegenüber in § 3 Abs. 15 UStG als bloße Negativabgrenzung zum Einzweck-Gutschein definiert. Ein Mehrzweck-Gutschein ist demnach ein Gutschein, bei dem es sich nicht um einen Einzweck-Gutschein handelt. Bei der Ausgabe des Gutscheins ist somit entweder der Ort der Leistung (außerhalb Deutschlands) unklar, oder die geschuldete Steuer, mithin also der anzuwendende Steuersatz (7% oder 19%), stehen noch nicht fest.